Bücher und Filme können selten gut in Spielen umgesetzt werden. Aber bei Star Trek Online von den Cryptic Studios soll das anders sein. Hier wird jeder Spieler die Möglichkeit haben sein eigenes Raumschiff zu kommandieren, und die Entwickler versuchen so viele Elemente wie möglich von Star Trek in dieses Spiel zu integrieren. Dabei wird der Spieler nicht irgendwelche bekannten Helden aus den Serien spielen, nein jeder hat die Möglichkeit seinen eigenen Charakter im Star Trek Universum zu erschaffen.
Charaktergenerierung:
Dafür hat sich Cryptic Studios etwas bahn brechendes einfallen lassen. In normalen MMORPG’s kann man zwischen mehreren vordefinierten Rassen auswählen. In STO kann der Spieler dagegen seine eigene Rasse erschaffen nach seinen Vorstellungen mit dem Species Creator. Ähnlich wie bei Spore kann jeder seine eigene Rasse nach seinen Vorstellungen kreieren sie mit anderen Spielern teilen um ein Volk zu bilden oder komplett einzigartig bleiben. Auch die Schiffe können selbst gestaltet werden und zwängt die Spieler in keine vordefinierte Rolle. Man kann alles so anpassen wie es einem selbst gefällt. Dabei wird aber auch großen Wert darauf gelegt das das alles nicht zu komplex wird.
Aber der Captain eines Schiffes zu sein bedeutet nicht nur der Captain zu sein. Wie Jean Luc Picard (seines Zeichens Archäologe) wird auch die Spielfigur selbst eine Spezialausbildung haben. Dabei kann er wählen zwischen den Wegen des Taktischen Offiziers, des Ingenieurs und des Forschers. Während der TO natürlicherweise ganz vorne im Kampf steht, ist der Ingenieur eher der Verteidiger und die Forscher haben natürlich eine Unterstützende Rolle. Damit das nicht eintönig wird gibt es an die 100 Skills, die teilweise Klassenspezifisch sind, zu entdecken. Des Weiteren gibt es spezielle Kits welche die Captains anlegen können um sich weiter zu spezialisieren.
Die Kits:
Taktischer Offizier:
Der taktische Offizier hat die Wahl zwischen dem Soldaten-Kit, der Sicherheit oder der Special-Ops Abteilung. Der Soldat hat zum Beispiele große Martial Arts Fähigkeiten (Siehe Worf) und kann seine Teammitglieder stärken, während der Sicherheitsoffizier Gruppen von NPC’s kommandieren kann und Nachschub runterbeamen kann, Der Spec-Ops schleicht natürlich getarnt durch die Gegend und schaltet den Feind aus wenn dieser es am wenigsten erwartet.
Ingenieur:
Der Ingenieur hat verschiede Bau-Optionen und kann Verteidigungstürme aufbauen, Health-Stationen und sogar Minenfelder legen sowie die Waffen und Geräte der anderen Mitspieler verstärken.
Wissenschaftler:
Der Wissenschaftler bildet den heiler der Gruppe, hat verschiedene Möglichkeiten eben selbiges tun und kann einzelne Spieler verstärken oder Verteidigungsperimeter wie Stasisfelder aufbauen.
Doch wie kommt man an neue Ausrüstung? Nun da gibt es die Kombination aus Rang und Energie. Ersteres kommt mit der Erfahrung. je mehr Erfahrung man hat, desto mehr Skillpunkte bekommt man. Je mehr Skillpunkte man hat, desto höher kann man im Rang aufsteigen, angefangen vom einfachen Lieutnant bis hin zum Admiral. Je höher der Rang desto mehr Ausrüstung und Schiffe werden freigeschalten. Dazu gibt es noch sogenannte Bridge-Points. Die kann man in die eigene Brückencrew investieren welche dann noch effektiver arbeitet und quasi die Verbesserungen für das Schiff darstellen. Und Energie ist die Währung mit der das alles bezahlt wird.
Doch wie schaut es mit den Kämpfen aus?
Ground Combat:
Bei Kämpfen am Boden gibt es ein Away-Team bestehend aus 5 Mitgliedern. Entweder sind das alles Spieler, oder es kommen als Bots fungierende Brückencrewmitglieder mit. Dabei wird die Rolle der einzelnen Spieler über ihre Klasse und Kits definiert. Spieler haben die Möglichkeit die Brückencrew auch nach ihren Vorstellungen anzupassen.
Der Kampf selbst wird sich stark von bisherigen MMORPG’s unterscheiden und eher was von Shootern haben nach dem “Shoot & Run Prinzip” Wie das genau aussehen wird, wird aber noch nicht verraten. Aber es wird wohl auch wichtig sein auf seine Flanke und den Rücken zu achten. Was logisch ist, kann der Gegner sich doch direkt hinter einen beamen.
Fakt ist aber das jeder Spieler 2 Waffentypen haben wird und jede Waffe 3 Angriffsarten hat. Einmal normal, Flächendeckend oder ein Spezialangriff.
Die Brückencrew soll dabei sehr intelligent vorgehen. Man kann ihnen 3 Grundlegende Befehle geben. Aggressiv vorgehen, defensiv oder auf den Feind feuern auf den auch der Spieler feuert. Dabei sollen sie selbständig primäre und Sekundäre Skills einsetzen. Wer dem Braten nicht traut kann die Crew auch mit Micromanagment genaue Anweisungen geben.
Doch nun zum interessantesten Part:
Space Combat:
Wer jetzt spannende Dogfights erwartet wird leider enttäuscht werden. Denn man spielt schließlich einen Starfleet-Captain und hat als solcher eine Crew welche die Drecksarbeit für einen macht. Trotzdem ist man der Captain und hat als solcher wichtige Entscheidungen zu treffen.
Als erstes währe da das Energie-Management. ob Waffen, Schilde, Antrieb, oder Hilfssysteme, alles schreit hungrig nach Energie aber das Schiff hat nicht genug Power um alles gleichmäßig zu versorgen. Es liegt am Captain zu entscheiden welches Subsystem wie viel Energie abbekommt. Leiber starke Schilde aber schwache Waffen und Schneckentempo? Oder verzichtet man lieber auf die Schilde und rast Defiant-Artig zwischen die feindlichen Schiffe um diese mit destruktiven Ladungen zu zerfetzen? Des Weiteren gibt es die Brückenoffiziere welche die Eigenschaften des Schiffes bestimmten. Mit einem taktischen Offizier sind die Waffen zielgenauer und stärker, ein Navigator bewegt das Schiff geschmeidiger und ein Ingenieur repariert schneller. Man kann bis zu 6 Stationen besetzen und damit die Eigenschaften des Schiffes bestimmen. Daneben gibt es noch bis zu 12 besondere Kräfte die man extra aktivieren kann um das eigene leben zu erleichtern oder um es dem Feind schwerer zu machen. Natürlich kann auch die Bewaffnung der Schiffe selbst gewählt werden und das Design kann wie bereits angesprochen auch selbst zusammengeschustert werden.
Es wird insgesamt 3 Schiffstypen geben. Escortschiffe sind klein und wendig, Kreuzer sind von Natur aus lahme fette Säue die aber über jede menge Energie verfügen und Wissenschaftsschiffe können entweder die eigene Flotte unterstützen oder einzelne Systeme von Feinden gezielt lahmlegen.
Doch was nutzen die tollsten Schiffe wenn man damit keine anderen Spieler zu klump ballern kann?
PVP:
Dafür gibt es die sogenannten neutralen Zonen. Niemandsland zwischen der Föderation und dem Klingonenreich wo eben solche Kämpfe ausgetragen werden. Wie das genau aussehen wird, wird noch nicht verraten, aber es sei schon mal gesagt das das Spielen im Klingonenreich mehr PVP beinhaltet als das der Föderation. Doch auf die Klingonen kann man erst zugreifen wenn man das Starfleet-Tutorial abgeschlossen hat.
Tja da sieht man mal wieder wer die Bösen sind.
Die Föderation lässt es da ruhiger angehen und forscht auch lieber.
PVE:
So wird es einen Hauptmissionstrang geben der über Klingonen und Romulaner bis hin zu den Cardassianern und den tiefen des Borgraums führt. Letzteres stellt das Endgame da und benötigt eingespielte Flotten um überhaupt schaffbar zu sein. Es stellt also den Raid-Content da. Mit Bots ist da nix mehr zu reißen.
Wer darauf keine Lust hat und lieber in Galaxien vordringen will die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, kann dies auch tun. Das System ist in der Lage eine geradezu unendliche Anzahl an Sternensystemen mit Missionen darin zu generieren. Auch Diplomatiemissionen werden dabei sein so das nicht alles mit einer gezückten Waffe erledigt werden kann.
Somit ist für jeden was dabei. Und somit wird es bald heißen:
“Der Weltraum… Unendliche Weiten… “


